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 Zeitungsartikel zu Milis Clown-Visiten (April 2017)

Den kranken Menschen Farbe in den Alltag bringen - Clown-Visiten im Alters- und Pflegezentrum Appenzell

„Wir wollen den Bewohnern etwas Farbe, Humor und ein Lachen bringen“, so umschreibt Mirta Ammann das Ziel der Clown-Visiten, die sie sie einmal im Monat im Alters- und Pflegezentrum Appenzell (APZ) durchführt. Diese Visiten macht sie bereits seit einigen Jahren. Begleitet wird sie jeweils von Kindern, die ihre Clown-Schule besuchen.

Vreni Peterer

Behutsam nimmt ein Mädchen mit einer roten Nase, roten Wangen und einem gleichfarbigen T-Shirt die Hand einer betagten Frau und begrüsst sie. Viele Worte sagt das Mädchen nicht, vielmehr sucht sie den Augenkontakt zur Bewohnerin und lächelt ihr zu. Die Frau lächelt zurück. Ein anderes Mädchen geht mit einer Bürste zu einem Mann und fragt, ob sie ihn massieren dürfe. Er nickt und geniesst den Moment sichtlich. Ein Bub, ebenfalls ein Clown, wirft einem älteren Mann, der auf der Couch sitzt, einen Ball zu. Ganz sanft, so dass der Mann ihn auffangen kann. Und die Oberclownin -  Mili – muss abnehmen.  Sie macht Fitnessübungen. Zum Abschluss machen die Clowns eine Polonaise und singen Lieder, welche die Bewohner kennen. Ein Mann singt mit und strahlt über das ganze Gesicht. – Dies sind Szenen einer Clown-Visite im Alters- und Pflegezentrum.

Keine Berührungsängste

Bei den Visiten besuchen Mirta Ammann alias Mili und die Kinder als Piff, Paff und Puff während zweieinhalb Stunden alle Stöcke im Alters- und Pflegezentrum (APZ). Katrin Manser (10 Jahre), Robin Manser (8) und Livia Koller (11) sind schon alte Hasen im Clownen. Sie sind an diesem Nachmittag nicht zum ersten Mal auf Visite.  Es ist erstaunlich, mit welcher Unbeschwertheit die drei auf die Frauen und Männer zugehen.  Sie scheinen keine Berührungsängste zu haben. „Kinder sind halt einfach echt“, sagt Mirta Ammann. Es fasziniere sie immer wieder, wie sie mit den Bewohnern umgehen. Ein wichtiger Satz von Mili scheint Katrin, Robin und Livia auch diesmal zu beflügeln: „Ein Clown kann nichts falsch machen“.  Was gefällt den Kinder-Clowns bei den Visiten? „Wenn die Leute lachen“, sagt Livia Koller.

Distanz und Nähe

Das Hauptziel der Clown-Visiten besteht darin, mit den Bewohnern in Kontakt zu kommen. Das geschieht über den erwähnten Augenkontakt. „Es kommt mir jeweils vor, wie wenn sich eine Welt öffnet“, sagt Mirta Ammann. „Wir spüren in diesem Moment, ob uns der Bewohner möchte. Denn nicht alle Menschen finden Clowns lustig, das respektieren wir natürlich und wir drängen uns nicht auf“.

Wenn Bewohner im Zimmer sind, geht Mirta Ammann jeweils zuerst alleine hinein. Je nach Situation warten die Kinder draussen, was für sie kein Problem ist. Denn Mirta Ammann bereitet sie auch auf solche Situationen vor. Sie erklärt den Mädchen und Buben vor den Visiten auch, dass sie selber entscheiden dürfen, in wieweit von ihnen aus der Kontakt zu den Bewohnern für sie stimmt. Distanz und Nähe muss für alle Beteiligten stimmen.

Nachbesprechung ist wichtig

Nach der Visite findet der Abschluss bei Mili zu Hause statt. Dort erhalten die Kinder ihren Clown-Lohn, dazu gehört natürlich auch ein Lob von der Oberclownin.

Dann wird auch noch über die Visite gesprochen. „Wieso ist uns der Mann nachgelaufen?“, solche und ähnliche Fragen versucht dann Mirta Ammann zu beantworten. Eine derartige Nachbesprechung sei sehr wichtig. „Wenn ich das Gefühl habe, dass ein Kind nicht ganz klar kommt mit dem Erlebten, informiere ich die Eltern“.

Begleiten beim Loslassen

Mirta Ammann wurde vom APZ auch für Einzelbesuche angefragt. Diese macht sie aber nicht als Clown Mili. Sie begleitet Palliative-Patienten vor allem mit der Stimme. Sie setzt aber auch die Klangschale und Düfte ein oder massiert Hände oder Füsse. Bei solchen Einsätzen geht es vor allem um das Thema Loslassen. Sie liebe diese Einsätze genauso wie das Clownen. Das A und O bei allen Besuchen sei, die Bedürfnisse der Menschen zu erspüren.

Besuche machen die Clowns auch einige Male im Jahr in der Demenz-Wohngruppe im Gontenbad. Im letzten Jahr absolvierte Mirta Ammann eine Ausbildung, die speziell auf Menschen ausgerichtet ist, die an Demenz leiden.

Nicht zur Belastung werden

„Der schönste Lohn ist, wenn wir Menschen glücklich machen können“, sagt Mirta Ammann. Und wie geht es ihr jeweils nach einem Besuch im APZ?  Beschäftigt er sie? „Ja, manchmal schon. Wenn ich den Abbau der Menschen sehe oder die Kinder mich fragen, ob wir alle auch einmal so werden“. Es dürfe einem beschäftigen, aber nicht belasten.

Mirta Ammanns grosser Wunsch ist, dass solche Clown-Visiten mit Kindern auch andernorts durchgeführt würden.

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Kontakt

Mirta Ammann
Schönenbüel 10
CH-9050 Appenzell

T +41 71 787 44 53
E-mail info(at)clownmili.ch

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